Liebe Birgit!

Ich weiss, dass Sie schon seit langem auf neueste Fotos und Berichte von Benni warten.

Irgendwann aber mal hat sich soviel angesammelt, dass ich gar nicht mehr wusste, wie ich Ihnen eigentlich noch berichten sollte. Daher habe ich fürs erste endlich einmal einen ungefähren und abgespeckten Tagesablauf verfasst, der Ihnen hoffentlich einen kleinen Einblick in Bennis Tagesablauf vermittelt:

 

22.00 h – 4.00 h:

Benni schläft wechselweise auf meinen Beinen, hinter meinem Rücken, vor meinem Bauch –auf jeden Fall immer im Bett.

 

4.00 h:

Benni geht (wenn er Lust hat) mit Panja und Herrchen in den Garten. Panja wählt anschliessend ein altes Brötchen aus dem Lager, bringt es Herrchen, der teilt es und gibt jedem eine Hälfte. Panja verschwindet mit ihrem Anteil unten in der Hütte, Benni eilt mit seiner Hälfte wieder nach oben und lutscht es gemütlich.

 

5.00 h:

Der Wecker klingelt für uns. Erstes Kraulen für Benni –wir drehen uns noch mal in die Kissen.

 

5.30 h:

Der Wecker mahnt zum letzten mal. Benni liegt auf dem Rücken und schläft selig –ich schmuse ihn schon mal wach, das Schwänzchen wackelt und der ganze Hund räkelt sich genüsslich, während ich mich müde anziehe.

 

5.35 h:

Wir gehen in Stefans Zimmer und Benni stürzt sich begeistert auf das schlafenden Kind.

1. Weckphase für Stefan erfolgreich abgeschlossen. (Stefan besteht darauf!!!)

 

5.40 h:

Während ich den Laden einräume läuft Benni unentschlossen hin und her. Wohlerzogen wie er ist, begibt er sich vor 6.00 h (Laden wird geöffnet)  zu Panja in die untere Hütte  und stimmt dann und wann sein Klagegeheul an. Nützt aber alles nichts –Backstube ist für Bennis und Panjas tabu!

Im Sommer tummeln sich die beiden dann schon zu recht früher Tageszeit im Garten, jetzt im Winter bleibt die Tür wegen der Kälte länger geschlossen –dafür läuft das Heizöfchen wacker...

 

8.00 h:

Luisa übernimmt die Schicht im Laden und ich kann erst mal „meinen grossen Jungen“ tüchtig kraulen und ihm sagen, dass er der schönste, klügste und beste Hund im ganzen Lande ist. Das bleibt Panja natürlich nicht verborgen und sie stellt sich artig hinten an und wartet, dass ihr das gleiche zuteil wird...

 

12.00 h:

Ich koche Mittagessen und überlege, was es denn heute für die beiden geben soll:

(Früher habe ich mehr Zeit darauf verwendet, was es denn nun für meinen hart arbeitenden Ehemann geben soll). Dosenfutter aller Art rühren sie nicht an. Also gibt es Beinscheibe, Rindfleisch, gebratene Schnitzel oder Bratwurst mit gekochten Kartoffeln oder Reis. Rohe Möhren sind auch sehr beliebt. Der Renner sind Markknochen oder Roastbeef-Knochen vom Fleischer –allerdings machte bisher meistens Panja das Rennen.

Benni hat erst kürzlich gelernt, dass er sein Fressen verteidigen muss.

 

13.00 h:

Herrchen und Panja ruhen im Dachgeschoss –Benni liegt (verbotenerweise) bei mir in der Küche -zeitweise unter der Eckbank, neben dem letzten Reihenunterschrank oder (immer wieder gerne) in der Nordkurve mitten im Weg und hält ebenfalls seinen Mittagsschlaf.

 

15.00 h:

Benni wird munter.

 

15.30 h:

Benni folgt mir bis zu einem Meter in den Laden!!! –aber nur, wenn ich Kundschaft habe!

Ich hoffe dann immer, dass es keiner bemerkt!  Wenn ich ihm beibringen will (ohne Kundschaft natürlich), dass er das nicht darf –dann gibt er mir gar keine Gelegenheit dazu, weil er dann ohnehin in der Küche bleibt...

 

Dazu eine kleine Episode, die sich heute zugetragen hat:

Seit ca. ½ Jahr kommt ein mir unangenehmer und äusserst vorlauter Gast regelmässig ins Cafe. Heute nun war dieser Gast  auf dem Rückweg von den Toiletten ins Cafe. Im Flur hatte der Gast eine Begegnung mit Benni. Benni hat ihn nur kurz angebellt und der Typ hat sich gleich hinter der Flurtür verschanzt und traute sich nicht mehr vor.

Ich sollte Benni erst in die Küche sperren und die Tür verschliessen, dann würde er angstfrei wieder ins Cafe gehen können.

Habe Benni dann nur halbherzig etwas festgehalten und gesagt, dass ich meinen Freund und Beschützer weder in der Küche noch sonstwo einsperre....

Jedenfalls hat er sich dann voller Angst an uns beiden vorbeigedrückt und sofort seinen Kaffee bezahlt und das Cafe verlassen.

Benni hat die Extrawurst, die er dafür von mir bekommen hat, überings bestens geschmeckt!!!

 

16.00 h:

Ausgehzeit!

 

Da gibt es viele Varianten (einige seien hier aufgezählt):

1. Wir platschen im Herbst durch alle Pfützen und untersuchen den Bach.

2. Wir stecken im Winter die Schnauze ca. 2-3 cm in den Schnee und rennen rasend über das zur Zeit kuhfreie Feld und wirken aus der Ferne wie ein aus der Kontrolle geratener kleiner Schneepflug.

3. Wir können es nicht lassen und testen regelmässig (wenn wir vorzugsweise mit Stefan alleine unterwegs sind) die Eisdichte vom Bach.

4. Die Eisdecke bricht regelmässig ein und Kind und Hund kommen schwer durchnässt nach Hause.

5. Diese KindundHundAusflüge dauern regelmässig mehr als mehrere Stunden

6. Wir gehen IMMER abseits der normalen Wege

7. Wir kommen immer wieder glücklich nach Hause.

 

18.30 h:

Je nach Jahreszeit abfrottieren+trockenfönen, ordentlich loben und füttern.

19.00 h:

Benni geht mal hierhin und mal dahin. Alle Türen fliegen mit Krach bis hinten hin auf –leider hat er noch gelernt, dass er sie eigentlich wieder hinter sich zumachen müsste... J

bis 22.00 h:

Benni liegt unterm Tisch zu meinen Füssen und wartet, dass wir endlich schlafen gehen...

 

22.00 h:

Benni und ich teilen uns noch etwas Schokolade und ich lobe ihn tüchtig für seine Tagestaten.

Dann schläft Benni wechselweise auf meinen Beinen, hinter meinem Rücken, vor meinem Bauch –auf jeden Fall immer im Bett...

Jedenfalls ist Benni schon ein grosser Junge, äusserst interessiert und sehr gelehrig. Spielen ist immer angesagt –aber am liebsten tobt er durch den Schnee. Genau wie Ringo begibt er sich regelmässig zu Christian und relaxt auf dem Sessel. Stefan ist da eher für die Querfeldeinwanderungen zuständig –aber geschmust wird der Bengel von jedem!

Er kann „Sitz“, „Platz“, „Steh“ und „Komm“. An der Leine gehen müssen wir noch üben...

Der D-Wurf sieht übrigens klasse aus.  Diesmal sind ja fast alle bei Ihnen in der näheren Umgebung geblieben. Ich wünsche Ihnen, dass Sie sie oft sehen.

Unsere Einladung steht nach wie vor. Also –falls Sie mal in der Nähe sind, einfach vorbeikommen. Hunde sind übrigens erwünscht!!!

 

Ihnen und Bennis Familie nebst D-Wurf weiterhin alles Gute

Mit vielen Grüssen aus Kierspe

Sabine Homann

 

 

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